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Bozner Gerichtsgebäude: Machbarkeitsstudie soll Entwicklung klären

18.08.2026, 11:35

Hochbau- und Vermögensressort lässt die weitere Entwicklung des Bozner Gerichtsgebäudes über Machbarkeitsstudie prüfen - Sicherungsarbeiten und Umzug der Justizämter gehen planmäßig weiter

Für die weitere Entwicklung des Gerichtsgebäudes soll eine Machbarkeitsstudie erstellt werden, kündigte Hochbau- und Vermögenslandesrat Christian Bianchi bei einem Presspoint am Bozner Gerichtsplatz gemeinsam mit dem Direktor der Landesabteilung Hochbau und technischer Dienst Marco Springhetti (2.v.r.) und Ressortdirektor Daniel Bedin (1.v.r.) an. (Foto: LPA/Fabio Brucculeri)
Für die weitere Entwicklung des Gerichtsgebäudes soll eine Machbarkeitsstudie erstellt werden, kündigte Hochbau- und Vermögenslandesrat Christian Bianchi bei einem Presspoint am Bozner Gerichtsplatz gemeinsam mit dem Direktor der Landesabteilung Hochbau und technischer Dienst Marco Springhetti (2.v.r.) und Ressortdirektor Daniel Bedin (1.v.r.) an. (Foto: LPA/Fabio Brucculeri)

BOZEN (LPA). Das Hochbau- und Vermögensressort des Landes will eine Machbarkeitsstudie für die weitere Entwicklung des Gerichtsgebäudes in Bozen in Auftrag geben. Dies hat Hochbau- und Vermögenslandesrat Christian Bianchi heute (18. August) bei einem Presspoint am Bozner Gerichtsplatz bekannt gegeben. Die Studie soll verschiedene Sanierungsvarianten prüfen, den Umfang der notwendigen Eingriffe beschreiben, einen Kostenrahmen festlegen und eine erste Einschätzung der Umsetzungszeiten liefern. 

Wie Bianchi unterstrich, sollen die Ergebnisse innerhalb der nächsten sechs Monate vorliegen und dann der Landesregierung vorgelegt werden. Die Fassade und die Säulen, die durch das Gerüst gesichert werden, sollen erhalten bleiben, damit auch der architektonische Wert des Gebäudes und des Platzes unverändert bleibe, sagte der Landesrat. "Unser Ziel ist es, ein funktionierendes und voll einsatzfähiges Gerichtsgebäude zurückzugeben", betonte Bianchi. In der Zwischenzeit setze das Ressort alles daran, dass die Justiz ihre Tätigkeit wieder aufnehmen könne.

Dass die Arbeiten zur Sicherung des Gerichtsgebäudes und zur schrittweisen Neuorganisation der Tätigkeiten am Landesgericht Bozen planmäßig verlaufen, bekräftigten neben Landesrat Bianchi auch Ressortdirektor Daniel Bedin sowie die Techniker Luciano Franceschini und Carlo Noselli.

Freigabe für die Übersiedlung der Staatsanwaltschaft in die Rittner Straße

Nach der Installation des strukturellen Überwachungssystems, der Auswertung der Messwerte sowie den Reinigungsarbeiten haben die Techniker am 17. August grünes Licht für die Übersiedlung der Büros der Staatsanwaltschaft in den Ausweichsitz in der Rittner Straße 13 in Bozen gegeben.

Die Übersiedlung wird nun gemäß den mit der Staatsanwaltschaft abgestimmten Modalitäten und Verfahren organisiert. Ziel sei es, die Arbeitsfähigkeit der Staatsanwaltschaft bis Mitte September und jene des Gerichts bis Ende September sicherzustellen, so Bianchi, der dem Personal und den Technikern für alle vorbereitenden Arbeiten dankte, die es nun ermöglichen, den Umzug im mit der Staatsanwaltschaft vereinbarten Zeitplan abzuwickeln. Nun werde es entscheidend sein, geordnet vorzugehen und die Sicherheitsvorschriften sowie die mit den Justizbehörden abgestimmte Organisation einzuhalten, sagte Bianchi.

Gebäude stabilisiert und Archivmaterial geschützt

In den vergangenen Wochen wurden die Gerüste errichtet und das strukturelle Überwachungssystem installiert. Dieses besteht aus 42 Sensoren, die mögliche Bewegungen der Gebäudestruktur erfassen und den Technikern laufend ein aktuelles Bild über den Zustand des Gebäudes liefern.

Jetzt kann der zweite Teil des Gerüsts, der ein sicheres Arbeiten im einsturzgefährdeten Bereich ermöglichen soll, angebracht werden. Dann können die Trümmer weggeräumt und die Materialien aus den Archiven geborgen und wegtransportiert werden. Für diese Arbeiten war es laut Technikern notwendig, den oberen Teil des Gebäudes mithilfe einer Stützkonstruktion zu sichern und das Innere des Gebäudes sorgfältig von Staub zu reinigen.

Parallel laufen auch die Vorbereitungen der Ausweichstandorte weiter, die eingerichtet wurden, um die Kontinuität der Justizarbeit zu gewährleisten. Sämtliche Arbeiten werden mit den Justizbehörden abgestimmt und nach dem mit der Staatsanwaltschaft vereinbarten Zeit- und Maßnahmenplan abgewickelt. "Unser Ziel ist es, jede einzelne Phase mit größter Sorgfalt zu begleiten und dabei sowohl die Sicherheit als auch die Kontinuität der Dienstleistungen zu gewährleisten", betont Bianchi.

ee/san