Wirtschaftsfachoberschule 'H. Kunter' - Außenstelle
Abbruch und Wiederaufbau des Nebengebäudes, Cadornastraße 12 a, Bozen.
Das Schulgebäude (Bauparzelle 2293 der K.G. Gries) und das Nebengebäude mit der Turnhalle (Bauparzelle 4184 der K.G. Gries), befinden sich im Bauleitplan von Bozen auf einer Zone für öffentliche Einrichtungen.
Ursprünglich war das Gebäude der Hauptsitz der deutschen Gewerbeoberschule.
Im Jahr 2000 ist die Gewerbeoberschule ausgezogen und das Gebäude wurde Außensitz der Wirtschaftsfachoberschule „H. Kunter“ mit Hauptsitz in der Guntschnastraße Nr. 1.
Um die große Nachfrage an Klassen für die Handelsoberschule zu bewältigen, wurde mit Beschluss Nr. 3417 vom 25.09.2006 ein Raumprogramm genehmigt, das den Abbruch der bestehenden Werkstätten mit den darüberliegenden Klassen und den Neubau folgender Räumlichkeiten vorsieht:
- eine Mensa mit Küche
- 8 Normalklassen
- 4 Informatikräume
- 1 Aula Magna
- die Sanierung des Hauptgebäudes (Stiegenhaus mit behindertengerechtem Aufzug, Hausmeisterwohnung, WC's, Bibliothek).
Allgemeine Projektinformationen
Zuständiges Amt
Abteilung 11, Amt für Hochbau West 11.2
Projektbeteiligte
Gesamtkoordinator: Dr. Arch. Andrea Sega
Amtsdirektorin: Dr. Arch. Marina Albertoni
Verfahrensverantwortlicher: Dr. Ing. Luca Carmignola
Technische Unterstützung: Dr. Arch. Enrico Guglielmon
Planer: Dr. Arch. Josef March, Dr. Arch. Andrea Sega
Planer Ausführungsprojekt: Dr. Arch. Norbert Dalsass
Generalbauleiter: Dr. Arch. Günther Plaikner
Baukosten und Kubatur
Baukosten: 8.600.000,00 €
zur Verfügung der Verwaltung: 3.100.000,00 €
Gesamtkosten: 11.700.000,00 €
Kubatur
neues Gebäude:
über Erde: 7.734,54 m³
unter Erde: 2.987,22 m³
Summe: 10.721,76 m³
Bestandsgebäude:
über Erde: 16.307,12 m³
unter Erde: 1.347,81 m³
Summe: 17.654,93 m³
Gesamtkubatur
28.376,69 m³
Bauzeiten
Abbruch Werkstätten: Juni 2012 – Juli 2013
Neubau: Mai 2014 - Juni 2016
Anstelle der abgebrochenen Werkstätten wurde ein Neubau als selbstständiger Baukörper errichtet. Die Verbindung erfolgt über ein vollständig verglastes Volumen; es enthält die Verbindungsgänge und das zweite Treppenhaus.
Das Erdgeschoss ist in Bezug auf das Hauptgebäude erhöht, der Ausgang zum Garten und die hintere Verbindung zur Turnhalle hin sind aber ebenerdig. Im Erdgeschoss befindet sich die Mensa für die Schüler der W.F.O. und für andere Schulen im näheren Umfeld, wie das Wissenschaftliche Lyzeum und die Geometerschule. Es können insgesamt ca. 750 Essenseinheiten, aufgeteilt in 3 Schichten, ausgegeben werden.
In den oberen Geschossen wurden 8 Normalklassen und 4 Computerräume errichtet, die von den Gängen im verglasten Baukörper erschlossen werden.
Im Tiefgeschoss liegen die Küche und ein Hörsaal. Dieser hat einen direkten Zugang von außen und kann auch für außerschulische Veranstaltungen genutzt werden. Der neue Teil der Schule wurde mit einer kontrollierten Lüftung versehen, um für einen geregelten Luftwechsel zu sorgen.
Im Bestandsgebäude wurde die Raumverteilung in allen Stockwerken neu durchdacht und gestaltet. Im Untergeschoss sind ein Lager, der Technikraum für die Elektroanlagen und 2 Spezialklassen untergebracht. Der Heizraum blieb in seiner ursprünglichen Position bestehen, wurde aber von Grund auf erneuert. Die Energiebereitstellung erfolgt über eine effiziente Niedertemperaturanlage mit Verteilung über Fußboden- oder Deckenheizung.