Landesregierung in den Bezirken 2/4: Fokus auf öffentliche Arbeiten
Überetsch-Unterland: Zahlreiche Investitionen in den Bereichen Gesundheit, Sicherheit, Forschung, Kultur und Landschaftsschutz
BOZEN/AUER (LPA). Die Stärkung der Gesundheitsdienste, neue Maßnahmen für die öffentliche Sicherheit sowie Investitionen in Kultur, Forschung und den Schutz des Territoriums: Das sind die zentralen Bereiche der geplanten und bereits in Umsetzung befindlichen öffentlichen Bauvorhaben in der Bezirksgemeinschaft Überetsch–Unterland.
Im Rahmen einer außerordentlichen Sitzung der Landesregierung, die am 5. Mai im Happacherhof in der Landwirtschaftlichen Fachoberschule Auer stattgefunden hat, stellte der Landesrat für öffentliche Arbeiten, Christian Bianchi, den Stand der wichtigsten Infrastrukturprojekte in den Gemeinden des Bezirks vor.
Leifers: wohnortnahe Gesundheitsversorgung und Stärkung des Rettungswesens
"Die Arbeiten am Gemeinschaftshaus in Leifers, einem der bedeutendsten Gesundheitsprojekte für das Gebiet, befinden sich in der Endphase. Die Baustelle, die im Januar 2024 eröffnet wurde, ist weit fortgeschritten und wird bis zum 30. Mai 2026 abgeschlossen sein", betonte Landesrat Bianchi im Rahmen der Pressekonferenz, die nach der Sitzung stattfand. Das mehrstöckige Gebäude wird territoriale Gesundheitsdienste, fachärztliche Ambulanzen sowie eine Palliativstation mit zwölf Betten beherbergen, deren Inbetriebnahme ab Herbst 2026 vorgesehen ist. Ebenfalls in Leifers ist der Neubau des Sitzes des Roten Kreuzes geplant: Mit der Verwirklichung soll im August 2028 begonnen werden und das Projekt soll das Notfall- und Rettungswesen strukturell stärken.
Eppan an der Weinstraße: Sicherheit und kulturelle Aufwertung
In der Gemeinde Eppan haben die Arbeiten im Bereich der Mercanti-Kaserne begonnen. Das Projekt umfasste zunächst die Bodensanierung (Kostenpunkt: 4 Millionen Euro), worauf der Bau des neuen Carabinieri-Gebäudes folgen wird. Die Gesamtinvestition beläuft sich auf etwa 8,1 Millionen Euro und umfasst Wohn- und Multifunktionsräume mit dem Ziel, die Präsenz der Sicherheitskräfte auf dem Gemeindegebiet zu stärken. Mit einer Fertigstellung ist bis Ende des Jahres zu rechnen.
Im Zuge der Sitzung wurde zudem das Projekt zur Musealisierung der entdeckten Reste einer römischen Villa von St.Pauls/Eppan vorgestellt. Hier belaufen sich die Investitionen auf rund 9 Millionen Euro, der Baustart ist für Juli 2027 vorgesehen, wie Bianchi berichtete.
Neumarkt: Gesundheitsversorgung und Schutz des Kulturerbes
In Neumarkt befindet sich die Planung des Gemeinschaftshauses mit Gemeinschaftskrankenhaus und wohnortnaher Einsatzzentrale in fortgeschrittenem Stadium. Das Gebäude wird Ambulatorien und Diagnostik sowie 20 Intermediärbetten beherbergen. Der Baubeginn ist für das Frühjahr 2027 vorgesehen.
Ebenfalls in Neumarkt entsteht ein neues Depot für Kulturgüter, das der Aufbewahrung des historischen und künstlerischen Erbes des Landes dienen soll. "Dieses Depot soll ein Museum für Kulturgüter werden", erklärte Bianchi, "ein Projekt, das das Unterland auf kultureller Ebene voranbringt und auch Arbeitsplätze für jene bietet, die im Kultursektor tätig sind." Das Vorhaben mit einem Gesamtwert von 85,56 Millionen Euro wird über eine Öffentlich-private-Partnerschaft (PPP) verwirklicht: Ein öffentlicher Beitrag von 41,9 Millionen Euro wird durch private Investitionen ergänzt, während das Land ein Nutzungsentgelt entrichtet. Nach Ablauf der Vertragslaufzeit geht die Struktur unentgeltlich in das öffentliche Vermögen über.
Pfatten: Forschung, Innovation und Sicherheit des Territoriums
In der Gemeinde Pfatten ist ein Projekt zur Unterstützung der Versuchsanstalt für Land- und Forstwirtschaft Laimburg vorgesehen: Im Juni 2027 soll ein neues „Jolly“-Gebäude entstehen, das logistischen, technischen und forschungsbezogenen Tätigkeiten dient. Heuer wurden zudem Maßnahmen zur Minderung des Steinschlagrisikos entlang der südlichen Felswand bei der Laimburg abgeschlossen.
„All diese Maßnahmen bestätigen das Engagement zur Förderung der Entwicklung eines strategisch wichtigen Gebiets wie des Überetschs und Unterlands. Neben den genannten Projekten setzt das Ressort seine Arbeit fort, die in enger Absprache mit den Gemeinden erfolgt", schloss Landesrat Bianchi.
red/pir
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- „All diese Maßnahmen bestätigen das Engagement zur Förderung der Entwicklung eines strategisch wichtigen Gebiets wie des Überetschs und Unterlands. Neben den genannten Projekten setzt das Ressort seine Arbeit fort, die in enger Absprache mit den Gemeinden erfolgt", betonte Landesrat Bianchi am 5. Mai in Auer. (Foto: LPA/Fabio Brucculeri) » [IMG 3 MB]
- Im Rahmen der Sitzung der Landesregierung in Auer erläuterte Landesrat Christian Bianchi den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern wie weit die Verwirklichung wichtiger öffentlicher Arbeiten im Unterland und Überetsch ist. (Foto: LPA/Fabio Brucculeri) » [IMG 2 MB]
