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Gerichtsgebäude Bozen: 20 Vorschläge für Unterbringung der Büros

22.07.2026, 09:25

Angebote für Unterbringung der Gerichtsräume werden nach Prüfung durch das Landesamt für Vermögensgüter, Gerichtspräsidentin Bortolotti und den leitenden Oberstaatsanwalt Bisignano vorgelegt

Am Gerichtsplatz in Bozen werden die verbliebenen Teile des Gerichtsgebäudes weiterhin gesichert. Die bei den Arbeiten gewonnenen Erkenntnisse ermöglichen es inzwischen, die nächsten Maßnahmen mit größerer Sicherheit zu planen. (Foto: LPA/Fabio Brucculeri)
Am Gerichtsplatz in Bozen werden die verbliebenen Teile des Gerichtsgebäudes weiterhin gesichert. Die bei den Arbeiten gewonnenen Erkenntnisse ermöglichen es inzwischen, die nächsten Maßnahmen mit größerer Sicherheit zu planen. (Foto: LPA/Fabio Brucculeri)

BOZEN (LPA). Nach dem Teileinsturz des Gerichtsgebäudes am Bozner Gerichtsplatz am 16. Juli sind beim Land insgesamt 20 Angebote für einen vorübergehenden Standort der Justizämter eingegangen. Die Frist für die entsprechende Markterhebung endete am 21. Juli um 24 Uhr.

Nach einer ersten Prüfung durch das Landesamt für Vermögensgüter werden die 20 Interessenbekundungen nun der Präsidentin des Landesgerichts Bozen Francesca Bortolotti und dem Leitenden Oberstaatsanwalt Axel Bisignano vorgelegt. Ihnen obliegt die Entscheidung, welches Gebäude am besten geeignet ist. Die Aufgabe der Landesverwaltung ist damit in dieser Phase abgeschlossen.

"Was wir mit großer Zufriedenheit feststellen können, ist die große Solidarität und das breite Interesse an unserer Markterhebung", betont Hochbau- und Vermögenslandesrat Christian Bianchi. "Für das Gerichtsgebäude hat sich die gesamte Wirtschaft engagiert. Ganz allgemein hat die Stadt Bozen auf diese Notsituation geschlossen reagiert. Die Reaktion auf dieses unerwartete Ereignis erfolgte sofort."

Für die Auswahl des geeigneten Gebäudes sind nach derzeitigem Stand vor allem folgende Kriterien entscheidend: die Größe der Immobilie, ihr Zustand und die erforderlichen Zertifizierungen, das Vorhandensein von Sälen, Archiven und Parkplätzen sowie die sofortige Nutzbarkeit des Gebäudes.

Am Gerichtsplatz laufen unterdessen die Arbeiten zur Sicherung der verbliebenen Teile des Gerichtsgebäudes weiter. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse ermöglichen laut Hochbauressort inzwischen weitere Maßnahmen zu planen. Die Ursache des Einsturzes bleibt weiter Gegenstand der Ermittlungen.

mdg/san